Guter Rat für Trauernde

 

Achten Sie auf sich und ihre Gesundheit

Trauer kostet viel Kraft. Auch wenn Sie keinen Appetit verspüren, essen und trinken Sie regelmäßig und machen Sie ausreichend Ruhepausen.

Versuchen Sie durch kleine Spaziergänge oder Entspannungsübungen die körperliche Anspannung abzubauen.

 

Nehmen Sie Hilfe an

Nehmen Sie Hilfe an wenn sie diese angeboten bekommen.
Für viele ist es auch ein Weg ihr Mitgefühl zu zeigen.
Scheuen Sie sich auch nicht nach Hilfe zu fragen wenn Sie welche brauchen.
Die meisten Menschen in ihrer Umgebung sind dankbar, wenn Sie wissen, wie sie Sie unterstützen können.

 

 Haben Sie Geduld

Wie und wie lange ein Mensch trauert ist  sehr unterschiedlich. Lassen Sie sich die Zeit die Sie brauchen. Setzen Sie sich auf keinen Fall unter Druck. Es gibt keine Zeitvorgaben für Trauer  die „normal“ sind.

 

Lassen Sie sich Zeit

Treffen Sie keine wichtigen Entscheidungen wie z.B. alle Sachen des Verstorbenen weggeben, umziehen o.ä. zu schnell. Oft werden diese Entscheidungen bereut.

Auch wenn diese Sachen im Moment zusätzlichen Schmerz bedeuten können, sind sie später vielleicht doch wertvolle Erinnerungsstücke.

 

Gefühle zulassen

Unterdrücken Sie Ihre Gefühle nicht. Weinen ist beim Trauern ganz normal, auch für Männer.

 

Reden Sie

Oft hilft es auch die Gefühle jemanden mitzuteilen. Wenn Sie niemanden zum Reden haben oder nicht reden wollen ist auch eine gute Möglichkeit alles aufzuschreiben, als Brief oder in einem Tagebuch.

Sie können sich auch an die Telefonseelsorge wenden,  die kostenfrei zur Verfügung steht. Manchmal ist ein Unbekannter der beste Ansprechpartner.

 

Vorsicht bei Alkohol und Tabletten

Ihren Schmerz sollten Sie nicht mit Tabletten oder Alkohol betäuben. Es entsteht schnell eine Abhängigkeit und letztlich wird der Prozess der Trauer nur unnötig verlängert. Falls Sie Medikamente benötigen bitte nur unter ärztlicher Aufsicht.

 

 Seien Sie nachsichtig

Seien Sie nicht nur nachsichtig mit sich, sondern auch mit anderen Menschen.

Oft ziehen sich diese scheinbar von Ihnen zurück. Dies geschieht nicht in böser Absicht sondern häufig aus Rat- und Hilflosigkeit und aus Angst etwas Falsches zu tun oder zu sagen.

Sagen Sie den Anderen was Sie sich von ihm wünschen oder brauchen.

 

 Steigern Sie sich nicht in Vorwürfe hinein

Natürlich überlegt man ob man den Tod hätte verhindern können, ob man selbst oder andere wirklich alles getan haben was möglich war um den Tod zu verhindern.

Auch wenn es schwer ist, versuche Sie den Tod als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

Alles andere zermürbt Sie nur selber.

 

Leben Sie den Alltag

Natürlich ist der Alltag nach dem Verlust ein anderer, aber versuchen Sie ihn in kleinen Schritten zu gestalten und zu leben. Alltägliche Beschäftigungen können helfen wieder ins Leben zurück zu finden.

 

Suche Sie Kontakt

Auch wenn Sie gerade in der ersten Zeit lieber für sich sind, flüchten Sie sich bitte nicht in die Einsamkeit. Lassen Sie den Kontakt von Familie und Freunden zu und suchen Sie ihn. Auch in Trauerbewältigungsgruppen oder bei einem Seelsorger kann man Trost und Hilfe finden.

 

Kleine Schritte im Hier und Jetzt

Denken Sie nicht im zu großen Zeitrahmen, was kommt in 3 oder 9 Monaten auf mich zu…. Konzentrieren Sie Ihre Kräfte auf das Jetzt. Nehmen Sie sich einen Tag nach dem anderen vor und versuchen Sie jedem Tag etwas Positives abzugewinnen.